Charakteristisch für den Knabstrupper als Barockpferd ist sein auffallendes und oft imposantes Bewegungspotential.
Dabei zeichnen sich gerade beim Original-Knabstrupper verschiedene Bewegungstypen ab, die aber oft nicht klar und strikt getrennt werden können. Einerseits lassen die Bewegungsformen deutlich die barocken Wurzeln (auffällige und ausgefallene Bewegung) erkennen und zeigen andererseits die - vor allem in vergangenen Jahrhunderten - betriebene Selektion auf den Gebrauchswert (Fahrpferde, Parade- und Galapferde etc.).
Bei den Bewegungsformen kann man sich eine Art Skala denken:
Am einen Ende stehen Pferde (meist hochbeinige, mit sehr kurzen Rücken), die sich durch sehr guten Raumgriff, genügend Schwung, mit kräftigem Schub aus der Hinterhand, Taktreinheit und nicht zu flache Gänge auszeichnen. Diese Pferde bestechen vor allem durch eine nahezu absolute Balance und Ausbalanciertheit in jeder Gangart.
Am anderen Ende findet man Knabstrupper, die durch eine enorme Aktion in der Vorhand beeindrucken: eine raumgreifende, taktreine und kniehohe Bewegung bei genügend Schub aus der Hinterhand.
Hier können auch schaufelnde Bewegungen auftreten, ein weiterer Hinweis auf einen Ursprung in Spanien (Campaneo). Diese Bewegung kommt aus der Schulter und ist in jedem Fall taktrein. Diese Sonderform des Bewegungsablaufes ist neutral zu bewerten.
Darüber hinaus gibt es Pferde mit einem hohen sehr gleichmäßigem Vorwärtsdrang. Diese Pferde wirken leicht und spritzig. Sie treten hinten wie vorne und auch schwerere Typen wirken dabei sehr elegant.